
der Sparkasse KölnBonn Im MediaPark 7 50670 Köln
Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur:
täglich außer Mittwoch 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
Eintrittspreise Raum 1 - 3 u. Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 Euro (erm. 2,- Euro)
Das Tanzmuseum bleibt vom 27.Juli bis Oktober wegen Ausstellungsumbau geschlossen.
VERANSTALTUNGEN
AUSSTELLUNGEN
9. Oktober 2009 - 10. Januar 2010
In Räumen denken.
Bühne - Tanz - Traum
Eröffnung der Ausstellung: Donnerstag, 8. Oktober um 19 Uhr
Der Tänzer ist nicht allein, er ist im Raum. Was wäre der Tänzer ohne den Raum, der seine Bewegung umgibt? Tanz ist immer auch ein ,Dialog' mit dem Raum. Sehen wir Tanz, so sehen wir auch einen Raum. Dieser Raum war einmal ausschließlich die Bühne des Theaters. Vorbei. Längst hat der Tanz sich neue Spielräume, wie die Stadt, den Film oder das Internet erobert - und damit Freiräume mit einer Vielzahl von möglichen, von neuen Perspektiven. Die Architektur des Blicks des Zuschauers ist eine gänzlich andere geworden - ebenso wie die Bühnenwelten, in denen sich Tänzer und Tänzerinnen bewegen. Im Filmmusical wie auch im avantgardistischen Kunstfilm erobern sich Tänzer und Choreographen zuvor nie für möglich gehaltene Ausdrucks- und Wirkungsmöglichkeiten, auf den virtuellen Bühnen des Internet schließlich ist der Tanz omnipräsent.
Anhand von Graphiken, Notizen von Choreographen, Zeichnungen, Filmen, Fotografien, Texten u.a. Exponaten stellt das Deutsche Tanzarchiv Köln in Form einer Ausstellungsinstallation "Tanzräume" in Geschichte und Gegenwart und ihre Protagonisten, wie z.B. Merce Cunningham und William Forsythe vor.
Nach der Ausstellung "Fatal Attraction. Tanz, Eleganz und Weiblichkeit" wendet sich das Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln mit gleich zwei aufeinanderfolgenden Ausstellungen einer neuen Thematik zu: dem Raum im Tanz. Wie keine andere Bühnenkunst hat der Tanz im Laufe seiner Geschichte unseren Blick auf das Theater und seine (Bühnen-)Räume verändert. War der Blick des Zuschauers im 19. Jahrhundert noch bestimmt von der Zentralperspektive, so wirbelte die Tanzavantgarde des 20. Jahrhundert diese Perspektive gehörig durcheinander. Eine Vielzahl von neuen Tanzstilen und Choreographiekonzepten kreierten ihre eigenen, neuen Tanz-Räume. Und mit ihnen auch neue Blicke auf den Tanz. Ende Januar folgt die Ausstellung "Eine Nacht bei den Krokodilen. Rolf Borzik und das Tanztheater von Pina Bausch."
noch bis 8. November 2009:
Gabriele und Helmut Nothhelfer - Momente und Jahre
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Zusammenarbeit mit den Künstlern
Mit Blick auf den Menschen in seiner Freizeit haben Gabriele und Helmut Nothhelfer (beide *1945) seit Beginn der siebziger Jahre ein photographisches Werk erarbeitet, das ein einfühlsames Sozio- und Psychogramm der deutschen Gesellschaft abbildet - eine Arbeit, die sie bis heute fortführen. Ihre Motive finden sie bei öffentlichen Veranstaltungen wie Ausstellungen, Kundgebungen oder Bürgerfesten, die das Photographenpaar vornehmlich in ihrem Wohnort Berlin immer wieder aufsuchen. Dabei entstehen Aufnahmen, die über das Ereignishafte hinaus von Lebensbedingungen, Konventionen und Ritualen erzählen und so den Wandel des Zeitgeistes auf eigene Art und Weise im Bild vermitteln. Auf den Einzelnen bezogen, befragen Gabriele und Helmut Nothhelfer einen eher kontemplativen Gemütszustand, mit dem sich Ideale und Sehnsüchte verbinden. Sie untersuchen und durchleuchten Zeitabschnitte, in denen der Mensch seinen eigenen Kosmos pflegt, in dem das Notwendige mit dem Luxus einhergeht und Lieblingsbeschäftigungen und Tagträume ins Zentrum rücken.
Die Feste, die die Nothhelfers aufsuchen, spiegeln in ihrer Ausrichtung auch die politische und historische Situation der Stadt Berlin - der Ort, an dem der Kalte Krieg mit all seinen Auswirkungen besonders spürbar ist. So verweisen die Namen der besuchten aufgesuchten Festivitäten der siebziger Jahre wie "Tag der offenen Tür der US-Air-Force, Flugfeld Tempelhof", "Tag der Luftbrücke" oder "Deutsch-Amerikanisches Volksfest" unmittelbar auf Ereignisse und Bezüge der gesellschaftspolitischen Situation. Aber auch Feiertage in religiösem Zusammenhang oder damit einhergehende Wochenendvergnügungen wurden für die Photographen zum Thema, ebenso wie die Massenveranstaltungen der neunziger Jahre die Loveparade oder den Christopher Street Day Berücksichtigung finden.
Heute umfasst die zur Veröffentlichung ausgearbeitete Reihe von Gabriele und Helmut Nothhelfer 128 Schwarzweiß-Photographien, die in aller Präzision einen künstlerischen Forschungsbericht liefern, eine durch und durch reflektierte Essenz ihres Schaffens. Dabei geht es ihnen ohne Frage um Qualität, statt um Quantität. Denn die Nothhelfers lösen ihre Kleinbildkameras weitaus öfter aus, als sie das jeweils entstandene Motiv hinzuziehen, vergrößern und schließlich in die Reihe ihrer goldgetonten Arbeiten aufnehmen. Jedes Bild, das sie seit 1973 - dem Jahr ihrer Hochzeit - untrennbar unter gemeinsamer Autorenschaft ausweisen, durchläuft bei ihnen einen langen Betrachtungs- und Befragungsprozess, denn gerade während der verschiedenen, sich zuweilen überlagernden Phasen der Bilderarbeitung, der Entwicklung, Vergrößerung, Trocknung und Sichtung sowie des Gesprächs, erforschen die beiden Künstler die Dimensionen und die Wirkungskraft jeder Aufnahme.
Mit der Ausstellung Momente und Jahre, die Photographien von 1970 bis 2008 zeigt, wird erstmals das gesamte Schaffen des Künstlerpaars vorgestellt, das bereits in den siebziger Jahren wichtige Erfolge feiern konnte. Die Photographien von Gabriele und Helmut Nothhelfer sind in international wichtigen Sammlungen vertreten.
Gefördert von der Kunststiftung NRW
noch bis 8. November 2009:
Hans Eijkelboom: Paris - New York - Shanghai
Eine Ausstellung von Foam_Fotografiemuseum Amsterdam und der Aperture Foundation, New York
Die Ausstellung des niederländischen Photographen und Konzept-Künstlers Hans Eijkelboom (* 1949) mit Aufnahmen aus den drei Weltstädten Paris, New York und Shanghai ist aus seinem 15 Jahre währenden Projekt Photo Notes erwachsen, welches er von 1992 bis 2007 durchführte.
Mit routiniertem Blick widmet sich Eijkelboom dem öffentlichen Raum, der Architektur der verschiedenen Städte, vor allem aber den Passanten auf der Straße, die er mit oft unbemerkter Kamera ablichtet. Aufmerksam und mit durchgehender Systematik nimmt er Notiz von ihren Gewohnheiten, ihrer Kleidung und ihrem Habitus und stellt in planvollen, fast filmischen Bildreihen erstaunlich viele vergleichbare Momente heraus. Damit wirft er Fragen auf, die um landesspezifische Identität und medienkritische Aspekte kreisen. Die "alte Welt" wird in den Bildern aus Paris gezeigt, die Superlative der Moderne in Aufnahmen aus Shanghai. New York, einst Metropole modernen Lebens nimmt inzwischen einen vermittelnden Status ein.
Die Ausstellung Paris - New York - Shanghai wird von einem aufwendigen Katalogbuch (Aperture Foundation) begleitet und wurde bereits im Foam_Fotografiemuseum Amsterdam (2007) und in der Aperture Gallery, New York (2007/2008) gezeigt. Eine weitere Station war das Sheldon Museum of Art, Lincoln, Nebraska (2009).
Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln, Tel.: 0221/2265900, Fax: 0221/2265901, photographie@sk-kultur.de, www.photographie-sk-kultur.de
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ralf Convents
Kommunikation / Presse
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Fax: 0221 / 226 5743
E-Mail: convents@sk-kultur.de