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Thementag Afrika
Foto-Reportagen, Musik, Workshops, Vorträge und Kulinarisches am 29. Januar Zum zweiten Mal können die Besucherinnen und Besucher des Rautenstrauch-Joest- Museum – Kulturen der Welt auf eine faszinierende Reise nach Afrika gehen. Beim nächsten Thementag am Sonntag, 29. Januar 2012, stehen Vorträge, Workshops, Live- Musik, Sonderführungen, Kulinarisches und viele weitere Punkte auf dem Programm.
Sie alle laden kleine und große Besucherinnen und Besucher ein, unseren südlichen Nachbarkontinent mit allen Sinnen zu erleben.
Boualem Sansal, Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 2011, liest aus seinem Buch „Das Dorf des Deutschen", moderiert von dem bekannten Nahost-Experten Marcel Pott. Der Kölner Fotograf Boris Becker, der Saharaui Ali M´Barek Mouloud und Dietmar Kappe von der UNO-Flüchtlingshilfe berichten über die Lage der Saharauis in der Westsahara. Musikfreundinnen und -freunde können sich im Gospelgesang und im Rap ausprobieren und anschließend das Gelernte gemeinsam mit der professionellen Workshopleitung auf der „großen Bühne" präsentieren. In nur einer Stunde erhalten Sprachbegeisterte erste Einblicke ins Swahili. Darüber hinaus kann man afrikanische Festtagsfrisuren kennen lernen, und Nana Ansong gibt ein Nasenflötenkonzert.
Auch für die jüngsten Besucher gibt es ein spannendes Programm: Kinder können dem Puppenspieler Chrispin Mwakideu lauschen, in der offenen Werkstatt Felszeichnungen anfertigen oder in afrikanischer Mode schwelgen. Drei Live-Reportagen schaffen eindrucksvolle Begegnungen durch bewegende Bilder: Sowohl „Kalahari – Wildes Afrika" und „Sambesi – Die Savanne erwacht" mit den Schweizer Biologen Judith Burri und Lorenz Fischer als auch „Kilimandscharo – Ruwenzori, Mt. Kenia, Sansibar" mit Hans Thurner vermitteln einen faszinierenden Eindruck von den Landschaften des afrikanischen Kontinentes. Kulinarisches, darunter eine äthiopische Kaffee-Zeremonie, und Live-Musik sowie zahlreiche Informations- und Verkaufsstände, darunter das Allerweltshaus mit seiner Literaturreihe „Stimmen Afrikas“, runden das vielfältige Programm ab und laden zum Verweilen ein.
Die Thementage bieten allen Menschen eine Plattform, die sich für das Zusammenleben verschiedener Kulturkreise in Köln engagieren, binden außergewöhnliche Kölner Künstlerinnen und Künstler und Kulturschaffende mit igrationshintergrund ein und möchten vor allen Dingen die Besucherinnen und Besucher für ferne Länder und Kulturen begeistern.
Das Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt hat den Thementag Afrika in Kooperation mit Grenzgang, Kulturklüngel und Stimmen Afrikas organisiert. Die Stiftung Umwelt und Entwicklung, Heinrich-Barth-Gesellschaft e.V., unterstützt die Veranstaltung. Das vollständige Veranstaltungsprogramm im Januar finden Sie unter www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum und www.grenzgang.de. Der Museumseintritt von sechs, ermäßigt vier Euro berechtigt zur Teilnahme an allen Veranstaltungen des Thementags außer den Live-Reportagen. Diese kosten im Vorverkauf 16, ermäßigt zehn Euro und an der Tageskasse 18 Euro. Der Preis des Tagestickets für alle Live-Reportagen beträgt 35 Euro.
Und am Tag vorher, Samstag, 28. Januar 2011, um 14 Uhr
Kulturklüngel „Afrika: Mitten in Köln!“
Nadina Schwarzbeck lädt zu einer Interkulturelle Wanderung ein. Treffpunkt ist der Informationsstand des RJM, Dauer: drei Stunden, Kosten: 20 Euro. Eine Anmeldung unter www.grenzgang.de ist erforderlich.
NS-Dokumentationszentrum Appellhofplatz 23-25 Köln-Innenstadt
„Der Stein“ feiert Premiere im NS-DOK
Theaterstück verwebt Geschichte eines Hauses mit der von drei Generationen
Ein Haus in Dresden. Bis 1935 wohnt dort eine jüdische Familie. Dann gelangt es in den Besitz der Familie Heising, die dort den Nationalsozialismus und das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt. Während der russischen Besatzung flieht sie in den Westen. In den Zeiten der DDR besuchen die Heisings ihren einstigen Besitz und treffen dort auf die neuen Bewohner, bis sie schließlich nach der Wende ihr Eigentum zurückfordern, die alten Bewohner herausdrängen und in „ihr Haus“ zurückkehren. „Der Stein“ verwebt raffiniert verschiedene Zeitebenen. Die zentrale Figur ist Witha, die 1935 das Haus mit ihrem Mann unter fragwürdigen Umständen übernimmt. In dem Stück über die Zeitläufe, Lüge und Verdrängung wird auf eindringliche Weise deutlich, dass die Geschichte bis in die Gegenwart hineinwirkt und dass es mitunter drei Generationen braucht, um die Wahrheit ans Licht zu bringen Im „ensemble 7“ haben sich engagierte Theaterleute aus drei Generationen zusammengefunden, die auf das Stück „Der Stein“ gestoßen sind und diesen wunderbaren Text dem Publikum zugänglich machen wollen. Unter der Regie von Rüdiger Pape spielen im EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23-25: Christiane Bruhn, Susanne Krebs, Bettina Muckenhaupt
und Maren Pfeiffer. Das Kulturamt der Stadt Köln fördert die Aufführung von „Der Stein“. Der Autor Marius von Mayenburg, geboren 1972, arbeitet seit 1999 als Hausautor und Dramaturg an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Seine zahlreichen Stücke sind vielfach preisgekrönt und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Marius von Mayenburg lebt in Berlin. „Der Stein“ wurde 2008 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt.
Premiere ist am 02. Februar 2012 um 20 Uhr, weitere Termine: 3., 4.,5., 10., 11., 12., 23., 24., 25. und 26. Februar 2012, ebenfalls um 20 Uhr. Der Eintritt
kostet 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Kartenvorverkauf unter 0221/221-2430 oder
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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21.01.2012 bis zum 12.03.2012
Künstler-Leporellos (2005-2010) in der Kunst- und Museumbibliothek der Stadt Köln
Leporello 10 2009 / 10 (C. Manrique, R. Heckmann, P. Böhm, W. Neumann, M. Schüler, R. E. Loef) Foto: Cristian Ostroschi
Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr
Die Kunst- und Museumsbibliothek zeigt vom 21.1.2012 bis zum 12. März 2012 die Ausstellung „Künstler-Leporellos (2005-2010)".
Bei diesem Leporelloprojekt handelt es sich um 14 Original-Leporellos, die in der Größe 29,7x105 cm oder 29,7x126 cm, entweder als Quer- oder Hochformat in der Kooperation verschiedener Künstler in der Zeit von 2005 bis 2010 entstanden sind. Es beteiligten sich insgesamt 16 Kölner Künstler und Künstlerinnen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Reihenfolge an der Erstellung der einzelnen Leporellos. Die Konzeption des Projekts liegt bei Jo Oberhäuser, die beteiligten Künstler sind u.A.:
Peer Böhm
Lutz Ellerbrock
Ludwig Grossmann
Oliver Jordan
Klaus Kampert
Rick E. Loef
Andrea Lorenz
Carlos Manrique
Jo Oberhäuser
Bernd Patzack
Karin Richert
Birigt Richter-Trautmann
Manfred Schüler
Cornel Wachter
Ein Leporello besteht entweder aus 5 oder 6 Einzelblättern im Format DIN A4, die rückseitig durch einen Klebestreifen miteinander verbunden sind, wobei jeder Künstler jeweils immer nur ein DIN A4 Blatt innerhalb eines Leporellos gestaltete. Die Technik und auch das Thema oder Motiv seines Beitrags konnte jeder Künstler frei wählen.
Die einzige formale Vorgabe an die Künstler war das Blattformat (DIN A4) sowie die Forderung, dass nach der Fertigstellung eines gestalteten Blattes dieses abgedeckt wird, und das Leporello danach an den nachfolgenden Künstler weitergereicht wird, so dass dieser nicht weiß, was sein Vorgänger zu Papier gebracht hat.
Der Vorschlag dem nächsten Künstler zur Anregung ein Gestaltungselement als Bindeglied zwischen den einzelnen Arbeiten - z.B. in Form eines Zeichens, eines Symbols oder auch eines Farbkleckses, etc. - auf sein leeres Blatt mit auf den Weg zu geben, wurde anfangs nur zögerlich später jedoch von den meisten Künstlern aufgegriffen.
In dem Maße, in dem ein Künstler auf das Gestaltungselement seines Vorgängers reagiert - es in seine Arbeit integriert oder auch ignoriert- , setzt er sich bewusst mit dem Beitrag eines anderen Künstlers auseinander und verstärkt somit die dem Vorhaben zugrundeliegende Intension, eine künstlerische Interaktion zu schaffen.
So vereinigen diese generationenübergreifenden Gemeinschaftswerke die stilistisch unterschiedlichsten Arbeiten und erreichen durch die variierende Konstellation der teilnehmenden Künstler innerhalb eines Leporellos auch eine fortwährende Innovation.
Jeff Cowen | Photographic Works
28. Januar – 24. März 2012
Eröffnung: Freitag, 27. Januar, 18 Uhr
Michael Werner Kunsthandel Gertrudenstr. 24-28, 50667 Köln
+49 (0)221 9254620
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.michaelwernerkunsthandel.de
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr | Sa 11-16 Uhr
Der Michael Werner Kunsthandel, Köln zeigt ab dem 28. Januar 2012 die Ausstellung „photographic works“ mit Arbeiten von Jeff Cowen.
Der Künstler testet die Berührungspunkte zwischen Fotografie, Malerei, Zeichnung und Skulptur. Cowen arbeitet mit dickem Silbergelatine-Papier, das er zerschneidet, kollagiert, chemisch attackiert und mit verschiedenen Entwicklungstechniken in seiner Dunkelkammer bearbeitet. Die Entwicklung vom fotografischen Bild bis zum individuellen und malerischen Abzug kann Monate oder gar Jahre andauern. Der Prozess ist zum Teil bewusst gesteuert, jedoch nicht im Vorfeld festgelegt. Cowen ist auf der Suche nach etwas, das er rational nicht versteht, von dem er aber spürt und weiß, dass es existiert. Seine fotografischen Bilder transzendieren Zeit und Raum. Er schreibt hierzu: „Die Arbeit an einer Fotografie ist für mich ein Paradox, ein sakraler und gewalttätiger Akt. Man tötet einen Moment und verewigt ihn. Es ist eine mysteriöse Metamorphose, die etwas hervorbringt, das mich immer wieder überrascht und in Staunen versetzt. Es ist ein transformativer Prozess, für die Beobachter und das Beobachtete.“
Jeff Cowen wurde 1966 in New York City geboren. Nach seinem Studium an der New York University und einem Aufenthalt an der Waseda University in Tokio graduierte er 1988 mit Auszeichnung im Fach Orientalistik. Anschließend verbrachte er viel Zeit mit dem Fotografieren in den Straßen New Yorks und arbeitete als Assistent von Larry Clark. Im Laufe der 1990er Jahre wandelte sich sein künstlerischer Ansatz, bedingt durch intensive Studien in den Bereichen der Zeichnung und der Malerei. Diese Zeit prägte die künstlerische Suche nach dem Verhältnis zwischen fotografischen Bild und Abstraktion nachhaltig. Seit 2001 lebte Cowen in Paris und derzeit in Berlin. Die Kölner Ausstellung umfasst Arbeiten der letzten zehn Jahre und zeigt Stillleben, Landschaften, Figurationen und Abstraktionen. Bei vielen dieser Werke spürt man sein Interesse am „non-moment“, womit er einen Zeitpunkt bezeichnet, kurz bevor oder kurz nachdem sich das eigentliche Ereignis vollzieht beziehungsweise vollzogen hat. „Wie die Stille lassen sich meine Fotografien vor allem durch das beschreiben, was sie nicht sind.“
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